Interessentengemeinschaft als lockerer Zusammenschluss von Gleichgesinnten

Rückblick Programm Transardinia Quadtour 2017



Vom 28.05.2017 bis 03.06.2017

1. Etappe Olbia – Tula am Sonntag 28.05.2017
Treffen der Teilnehmer nach Ankunft in Olbia um ca. 8:30 Uhr, Vorstellung des Tourguide, kurzes Briefing und schon geht’s los!
Wir starten in Richtung Gallura, auf den Limbara Berg, das lohnende Ziel vieler Rallyes… Granitfelsen in unendlich vielen Formen, mediterrane Buschwälder, ein Panorama wie auf Korsika, weiter über das Inselarchipel „La Maddalena“, Jahrtausende alte Olivenbäume… all das sehen wir auf dieser Strecke mit sowohl technischen, als auch sehr spaßigen Abschnitten.

Mittagspause machen wir bei Stefano und seiner Familie in einem typischen „stazzu Galurese“ (galluresisches Steinhaus), wobei uns ua. eine berühmte und schmackhafte galluresische Suppe zubereitet wird. Danach geht es durch die naturnahen Wälder bzw. artenreichen Forstgebiete von Aggius. Vor uns erblicken wir auch das Meer der Nordküste. Auf dieser nicht befestigten Straße fahren wir weiter bis zu unserem Agriturismo (Ferienhaus im ländlichen Umfeld) in Tula.


2. Etappe Tula – Gavoi am Montag 29.05.2017
Heute „erklettern“ wir mit unseren Quad`s den von weitem sichtbaren „Limbara Berg“ als das mit einer Höhe von 1.362m höchste Gebirgsmassiv im Norden Sardiniens. Dann geht es in Richtung Buddusò, wo wir durch einmalige Steineichenwälder fahren. Wir sehen „Nuraghe Loelle“ (prähistorischer Turm) und das verlassene Hirtendorf „Tandalò“ auf einer Granit-Hochebene.

Zu Mittag speisen wir traditionell in einem sardischen Hirtenhaus, wo uns ein Ziegenhirte seine selbstgemachten kulinarischen Spezialitäten probieren lässt…
Weiter geht’s anschließend durch einen fantastischen Korkeichenwald bis zum Tankstopp im Dorf „Bitti“, wo wir uns sogleich wieder zurück ins Gelände bewegen.
Wir durchqueren dabei ein wunderschönes Tal Richtung Lollove. Ein kurzes Stück Asphalt, sowie ein schneller Maultierpfad, bringen uns in das Gebiet der Provinz-hauptstadt Nuoro, wo wir in folge diese Stadt mit der Bezeichnung sardisches Athen aus dem 12.Jahrhundert durchqueren.

Nach nur mehr wenigen Kilometern sind wir in unserem Hotel, in einer einzigartigen Umgebung mit einem fantastischen Blick auf den Stausee „Lago di Gusana“, unterhalb des nahe gelegenen Örtchens Gavoi mit seiner weithin rosa leuchtende Kirche San Gavino aus dem 14. Jahrhundert, angelangt.

3. Etappe Gavoi – Arborea am Dienstag 30.05.2017
Wir fahren die „Gennargentu“ Berge (das höchste Gebirge Sardiniens) wieder hinunter und bewegen uns Richtung Osten. Eine schöne Waldschneise bringt uns bis in das Dorf Tonara, welches für den leckeren Torrone (Nougat mit Mandeln) bekannt ist. Wir durchqueren das Waldgebiet von „S’isca e sa mela“ mit vielen Kastanienbäumen und kommen dann in die Nähe des Dorfes Sorgono. Dort gibt es einen Weinkeller… man bemerkt schnell, dass wir im Zentrum von Sardinien sind! Weiter geht die Tour über sehr schöne Panoramastrecken, die uns bis nach „Samugheo“, einem Ort der wegen seiner florierenden uralten Tradition der Textilherstellung bekannt ist, und führt uns dann weiter bis auf den Monte Ghrighini.

Es folgt die Weiterfahrt zu einem alleinstehenden erloschenen Vulkanmassiv „Monte Arci“, berühmt für Obsidian (Glaslava Steine)- und weiter bergauf, um das schöne Panorama der Provinz Oristano mit der Sicht aufs Meer am Horizont zu bewundern. Wir bewegen uns inmitten der Natur von über 800 m Höhe hinunter in die Ebene des Campidano und fahren einige km Asphalt in Richtung der Kleinstadt Arborea, bis wir entspannt unser Hotel erreichen.


4. Etappe Arborea – Arborea am Mittwoch 31.05.2017
Ein Tag, dem wir uns voll und ganz dem Off-Road Vergnügen im Naturreservat widmen. Auf dem Monte Arci, an seinen urwüchsigen und pfadlosen Ecken, werden wir unsere Quads auf die Probe stellen und uns richtig austoben. Ein wahrer und wirklich anspruchsvoller Enduro Extreme Tag!!

Selbstverständlich gibt es dabei auch zahlreiche alternative bzw. einfachere Routen für weniger erfahrene Teilnehmer. Das Motto der kurzen Etappen des Tages „ mehr Off-Road geht immer“!


5. Etappe Arborea – Nebida am Donnerstag 01.06.2017
Wir starten um 9 Uhr, und einige km Asphalt führen uns zum Fischerdörfchen „Marceddi“ im Golf von Oristano. Von dort geht es in kurzer Zeit steil bergauf auf 400 m über den Meeresspiegel in das Waldgebiet von Gentilis. Wir erblicken das Panorama von Sinis, das wir am Vortage durchquert haben, bis zu den fernen Sanddünen von Piscinas, die wir nach einer „interessanten“ Talfahrt durch eine steile Feuerschneise erreichen.

Ein landschaftlich faszinierender wüstenartiger Abschnitt der Costa Verde liegt vor uns. Mit bis zu 40 m hohen Sanddünen, (die größten in Europa) sorgen diese für einen unvergesslichen Anblick. Es geht über einen schmalen Saumpfad die zerklüfteten und teils steilen Berghänge des engen Tales hinauf, der uns mehrere Male einen Ausblick auf diesen einzigartigen „Roten Fluss“, den Rio Piscinas, ermöglicht, bis wir das Minendorf von „Ingurtosu“ erreichen.
An den Berghängen bei Arbus, nur wenige Kilometer entfernt von meterhohen Sanddünen und dem blaugrünen Meer, liegt dieses historische Bergwerk mit verlassenen Mienen, alten Fördergruben, verlassenen Geisterdörfer, die uns noch etwas aus vergangenen Zeiten über das harte Leben der Minenarbeiter erzählen.

Wir kommen in die Nähe von Bugerru, Pan di Zucchero (Berg, der den Spitznamen „Zuckerhut“ trägt), den wir bei einer Pause bewundern und fotografieren können. Jetzt sind es nur mehr wenige km und wir kommen in unser Nachtquartier.


6. Etappe Nebida – Nebida am Freitag 02.06.2017
Abfahrt um 8.30 Uhr. Heute dringen wir noch weiter in Richtung Süden der Insel vor. An der zauberhaften Ostküste entlang, besuchen wir die weiten Strände von Fontanamare. Weiter geht es über einen wunderschönen Maultierpfad bis wir im kleinen Hafenstädtchen „Portoscuso“, einst auch Mittelpunkt des sardischen Thunfischfangs, ankommen.

Es geht über eine kurze Zubringerstraße und einen Damm auf die Insel Sant‘ Antioco am Golf von Palmas. Sie ist mit einer Fläche von 109 km² die viertgrößte italienische Insel.

Auf dieser bezaubernden Insel begeben wir uns bis zum Mittagessen auf Entdeckungstour. Danach treten wir den Rückweg an. Über einen steilen Weg geht es nach Monte San Giovanni in der Nähe von Gonnesa. Wir fahren durch verschiedene verlassene Bergbaudörfer, die ebenso faszinierend wie plakativ sind und in Stille das beschwerliche Leben einer längst vergessenen Zeit erzählen… Wir durchqueren Iglesias, vorbei am Bergbaudorf Monte Scorra bis wir mit einem Gefühl von Zufriedenheit unser Hotel erreichen.


7. Etappe Nebida – Cagliari am Samstag 03.06.2017
Früher Start mit Abfahrt um 8.30 Uhr. Letzter Tag dieser fantastischen Tour. Es geht sofort ins Gelände auf den Weg nach Iglesias, wo wir einen Tankstopp einlegen. Dann dringen wir in das Gebiet von Narcao, Terraseo, Orbai, Rosas… sind nur einige Namen der schönen Bergbau Dörfer vor.
Weiter fahren wir über eine alte stillgelegte Eisenbahnstrecke, die uns bis zu dem Stausee von „Bau Pressiu“ führt.

Auf der Fahrt dorthin müssen wir „ruhig Blut“bewahren, also gelassen bleiben, denn einige Engpässe, Tunnel und Brücken werden hierbei nicht nur unsere Nerven auf die Probe stellen. Wir erreichen das Gebiet von Campanassissa mit unendlichen Schotterstraßen, die uns nach Capoterrra am westlichen Teil des Golfo degli angeli bringen. Von dort aus fahren wir über ein Asphaltband in das pulsierende Zentrum der Mittelmeerinsel der Stadt Cagliari. Heute ist diese Stadt Sitz der Autonomen Region Sardinien mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und so sind wir auch an unserem Reiseziel angelangt.

Das ist Sardinien nun mal… man muss es (er)leben… Wir verabschieden uns mit einem „einfachen“ „Arrivederci“, weil man sich von diesem Flecken Erde niemals mit einem Lebewohl verabschieden kann.